So schaffen Sie Ordnung im Kleiderschrank

„Ordnung ist das halbe Leben“ – das gilt nicht erst seit Bestsellerautorin und Profi-Aufräumerin Marie Kondo internationale Erfolge feiert. Ein aufgeräumter Kleiderschrank spart eine Menge Zeit und Nerven. Mit dem richtigen Ordnungssystem im Kleiderschrank finden Sie auch einfacher das passende Outfit. Denn wer kann schon schnell den perfekten Look zusammenstellen, wenn sich T-Shirts unter Blusen, Strickpullover unter Sommer-Tops und Jeans bei den Shorts stapeln?

Wir verraten Ihnen einige simple Tricks, mit denen Sie Ihren Kleiderschrank aufräumen und perfekt organisieren. Mit unser Schritt-für-Schritt-Anleitung schaffen Sie Ordnung im Kleiderschrank. Versprochen!

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Machen Sie mindestens einmal im Jahr einen umfassenden "Kleiderschrank Detox" und sortieren Sie dabei konsequent aus, was Sie nicht mehr tragen
  • Sortieren Sie alle Teile nach Kategorie und legen Sie Lieblingsteile im Schrank nach vorne
  • Kaschmir, Seide & Strickwaren am besten immer zusammengelegt aufbewahren, Jacken, Anzüge, Röcke, Blusen & Hemden dagegen besser hängend
  • Sie haben nur wenig Platz im Kleiderschrank? Dann schicken Sie Teile in die Sommer- bzw. Winterpause und sortieren Sie ihren Kleiderschrank nach Saison

 

 

Kleiderschrank aufräumen – unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung

Sie wollen mehr Ordnung im Kleiderschrank? Dann packen wir es an!

Schritt 1: Termin einplanen

Tragen Sie einen fixen Termin im Kalender ein, der dann auch nicht mehr abgesagt wird. Nehmen Sie sich genug Zeit, um Ihren Kleiderschrank aufzuräumen. Im Anschluss benötigen Sie auch Zeit, um die aussortierten Stücke wegzuräumen oder wegzubringen.

Schritt 2: Gesamten Kleiderschrank ausräumen

Um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen, nehmen Sie zunächst alle Kleidungsstücke aus dem Schrank. Werfen Sie jedoch nicht alles auf einen Haufen. Schon jetzt macht es sich bezahlt, den Inhalt des Kleiderschranks grob nach Kleidern, Oberteilen, Hosen und Unterwäsche zu ordnen.

Schritt 3: Aussortieren, was Sie nicht mehr tragen

Jetzt kommt für viele die schwierigste Aufgabe: das Aussortieren. Was soll ich behalten? Wovon kann ich mich trennen? Beginnen Sie mit den Teilen, die wieder in den Kleiderschrank einziehen dürfen: Das sind alle Teile, die Sie aktuell regelmäßig tragen. Dazu kommen Ihre Lieblingsstücke, die gerade nicht Saison haben und auch Kleidungsstücke, die Sie zwar sehr gerne und häufig tragen, an denen aber kleinere Reparaturen nötig sind.

Unsere Tipps für das Aussortieren:

  • Was Sie an Alltagskleidung seit einem Jahr nicht mehr tragen, werden Sie wahrscheinlich auch in Zukunft nicht vermissen. Diese Teile sind „Schrankhüter“, die Ihnen Stauraum wegnehmen und das schönste Ordnungssystem im Kleiderschrank zunichte machen.

  • Probieren Sie alle Stücke, die Sie behalten möchten, an und fragen Sie sich, ob Sie sich darin gefallen. Seien Sie dabei realistisch. Stellen Sie sich zu jedem Teil folgende Fragen: Trage ich es noch? Gefällt es mir noch? Passt es mir noch? Besitze ich ein ähnliches oder identisches Kleidungsstück?

  • Unterteilen Sie die Kleidung, die Sie behalten, in drei Kategorien:
    1. Kleidungsstücke, die ich behalten möchte
    2. Kleidungsstücke, die ich verkaufen möchte
    3. Der "Weg-damit"-Haufen

Schritt 4: Kleiderschrank mit System ordnen

Nach dem Aussortieren können Sie den Inhalt des Kleiderschranks neu ordnen. Was kommt in meinen Schrank und wie? Ihre Garderobe nach Farbe, Größe oder Kleidungsart zu sortieren, klingt für Sie irgendwie spießig? Dann möchten wir Sie jetzt gerne vom Gegenteil überzeugen. Ein gut sortierter Kleiderschrank erleichtert das Finden der einzelnen Teile und spart Ihnen viel Zeit und Nerven.

Kleidung nach Typ und Farbe ordnen:

Sortieren Sie jetzt alle Teile nach Kategorie: Pullover, T-Shirts, Freizeithosen, Kleider, Kleidung fürs Büro, Accessoires, Jeans, Shorts, Röcke usw. und entscheiden Sie, wo Sie jedes Teil am besten als Gruppe aufbewahren. Zum Beispiel Hosen im Schrank aufhängen, Pullover falten und in einer Schublade stapeln. Die einzelnen Kategorien könne Sie nach Farben von hell nach dunkel sortieren. Die Einteilung in Gruppen hilft Ihnen dabei, herauszufinden, wie viel Platz Sie tatsächlich benötigen und wie Sie die einzelnen Teile am besten aufbewahren können.

Ein Tipp für mehr Ordnung: Um sich stets an das neue Ordnungssystem des Kleiderschranks zu erinnern, hilft es, die neue Ordnung abzufotografieren bzw. die Regale nach Kleidungsstücken zu beschriften. Mit einem „Hosen-Fach“, „T-Shirt-Fach“ oder „Schuhe-Fach“ fällt es dann leicht, das richtige Stück an dem richtigen Platz unterzubringen. Auch bei Kleidung, die Sie aufhängen, hilft ein Ordnungssystem. Fangen Sie mit den Hosen an und schließen Sie bei Mänteln ab.

 

 

 

ORDNUNG IM KLEIDERSCHRANK – EINRÄUMEN MIT SYSTEM

Die Bereiche des Kleiderschranks, die Sie schlecht erreichen, sind häufig verschenkter Stauraum. Denn für Dinge, die Sie ganz hinten oder ganz oben im Kleiderschrank aufbewahren, gilt meist das „Aus den Augen, aus dem Sinn“-Prinzip. Verstauen Sie hier die Kleidungsstücke, die Sie wenigsten benutzen. Alle Kleidungsstücke, die Sie besonders gerne tragen, sollten sich jedoch mit einem Griff erreichen lassen. Mit einem gut durchdachten Ordnungssystem für den Kleiderschrank ist das ganz einfach: Legen Sie Lieblingsteile in Blickhöhe und weit vorne in Ihren Schrank. So sparen Sie sich langes Suchen. Vorausgesetzt, Sie verfügen über ausreichend Platz, hängen Sie Kleiderbügel nicht zu eng und türmen Sie Kleiderstapel niemals zu hoch.

 

Sollte ich Kleidung legen oder hängen?

Kaschmir und Seide, Stoffe mit Stretch-Anteil und auch Strickwaren sollten Sie stets zusammengelegt aufbewahren, damit sie nicht die Form verlieren. Dabei sorgen einheitliche Maße beim Zusammenfalten für platzsparende Ordnung im Kleiderschrank. Legere Hosen wie Jeans und Chinos sind einfach zu handhaben und lassen sich unkompliziert zusammenlegen.

Jacken, Anzüge, Röcke, Blusen und Hemden sollten Sie dagegen besser hängend aufbewahren. Wenn Sie keinen Platz zum Hängen mehr haben, falten Sie Ihre Hemden und Blusen. Wie das geht, erfahren Sie in unserem Ratgeber Hemden falten. Krawatten gehören auf einen speziellen Krawattenhalter oder auf einen Halter an der Innenseite der Kleiderschranktür.

TIPPS

UNSER TIPP: PAPPE ALS FALTHILFE VERWENDEN

Ein Stück feste Pappe auf die gewünschte Größe zuschneiden und als Hilfe zum exakten Falten benutzen. So haben alle Kleidungsstücke die gleiche Faltgröße. Um unnötige Knitterfalten bei besonders empfindlichen Stücken zu vermeiden, können Sie diese zusätzlich in weißes Seidenpapier eingeschlagen.

 

Die richtigen Kleiderbügel machen den Unterschied

Kleiderbügel ist nicht gleich Kleiderbügel. Hier sind 4 Tipps für die Wahl des richtigen Bügels:

TIPP 1: GEWICHT UND FORM BESTIMMEN DEN BÜGEL

Kleiderbügel sollten immer nach Gewicht und Form des Kleidungsstücks ausgewählt werden – je schwerer die Kleidung, desto massiver der Bügel. Kleiderbügel für Oberteile richten sich nach der Schulterbreite und sollten nie breiter sein als das Kleidungsstück. Das führt sonst mit der Zeit zu unschönen Beulen im Stoff. Für schwere Kleidung wie Sakkos und Jacken können Sie auch spezielle gepolsterte Bügel verwenden. Hosen sollten Sie immer auf Hosenbügeln am Bund oder Saum aufhängen, um Falten zu vermeiden.

TIPP 2: BÜGEL FÜR IHRE ACCESSOIRES

Auch Accessoires lassen sich auf Bügeln im Kleiderschrank organisieren. Da diese Textilien in der Regel nur wenig wiegen, passen gleich mehrere von ihnen auf spezielle Funktionshänger. Kleiner DIY-Tipp: Mit einem normalen Kleiderbügel und einigen Wäscheklammern oder Duschvorhangringen haben Sie einen solchen „Accessoire-Bügel“ auch schnell selbst gebastelt.

TIPP 3: GUMMIBÄNDER VERHINDERN RUTSCHEN

Um bei Blusen mit weitem Halsausschnitt das Herunterrutschen vom Kleiderbügel zu vermeiden, wickeln Sie einfach ein Gummiband um jedes Bügelende.

TIPP 4: LASCHEN VON GETRÄNKEDOSEN SCHAFFEN MEHR PLATZ

Statt alle Kleiderbügel nebeneinander zu hängen, können Sie den vorhandenen Raum auch effizienter nutzen. Wie das geht? Ganz einfach: Entfernen Sie die Laschen von Getränkedosen und hängen Sie diese an den Hals des Kleiderbügels. In das vorhandene Loch können Sie jetzt einen weiteren Kleiderbügel hängen und haben so mehr Stauraum.

 

5 Bonus-Tipps für mehr Ordnung im Kleiderschrank

So klappt es mit der Ordnung:

TIPP 1: KLEINE BOXEN HELFEN ORDNUNG ZU HALTEN

Accessoires finden sich viel schneller, wenn sie einen Stammplatz im Schrank haben. Was sich nicht falten oder aufhängen lässt, sollten Sie deswegen in Boxen oder kleinen Körben aufbewahren. So haben Gürtel, Strümpfe, Seidentücher, Mützen und auch Unterwäsche einen festen Platz in Ihrem Kleiderschrank und es kann keine Unordnung entstehen.

TIPP 2: ORDNEN SIE KLEIDUNG NICHT ZU ENG

Einzelne Kleidungsstücke sollten immer ausreichend Platz haben und locker hängen können, um länger frisch und knitterfrei zu bleiben. Bei gefalteten Kleiderstapeln muss das Gewicht beachtet werden. Legen Sie kleine, leichte Stücke grundsätzlich immer nach oben auf den Stapel und schwere Strickwaren nach unten. Auch Teleskop-Regalbretter sind ein guter Trick, wenn Ihr Kleiderschrank schon voll belegt ist. Die praktischen Bretter werden einfach ausgezogen und zwischen die Seitenwände geklemmt. So entsteht im Handumdrehen eine neue Ablagefläche und Sie können Ihre Kleidung ordentlicher in kleinere Stapel aufteilen.

TIPP 3: LAGERN SIE SAISONALE KLEIDUNG AUS

In Ihrem Kleiderschrank hängt der Daunenmantel neben dem Sommerkleid? Das lässt sich besser sortieren. Denn Kleidung, die Sie nur saisonal tragen, nimmt Ihnen mindestens für eine Jahreshälfte wertvollen Stauraum weg – und mit der Ordnung ist es dann ganz schnell vorbei. Um Teile Ihrer Garderobe in die Winter- bzw. Sommerpause zu schicken, empfehlen wir Ihnen, die sauberen Sachen in Boxen oder Baumwollbeutel zu verpacken – ganz Feines wird in Seidenpapier eingeschlagen. Alternativ verpacken Sie Ihre Garderobe in platzsparende Vakuumbeutel. Diese sind besonders für die Lagerung unempfindlicher Kleidung und Accessoires geeignet und schützen zuverlässig vor Staub und Motten. Zum Schluss geben Sie noch ein Duftsäckchen gegen muffige Gerüche zur Verpackung und lagern Ihre Garderobe an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort.

TIPP 4: DAS KÖNNEN SIE MIT AUSSORTIERTER KLEIDUNG MACHEN

Ausräumen soll nicht „Wegwerfen“ heißen. Kleidung, die nicht kaputt ist, können Sie entweder im Secondhand-Shop oder auf entsprechenden Online-Plattformen verkaufen. Vielleicht können Sie auch jemandem eine Freude damit machen oder ausrangierte Kleidung für wohltätige Zwecke spenden. Sie finden dazu in jeder Stadt einen „Kleider-Container“. Hier können Sie gebrauchte Kleidung einfach für Bedürftige abgeben. Alternativ gibt es Recycling-Anbieter, die dafür sorgen, dass alte Kleider ein neues Leben bekommen. Das ist nachhaltiger, als Kleidung einfach im Hausmüll zu entsorgen.

TIPP 5: SO HALTEN SIE DIE NEUE ORDNUNG IM KLEIDERSCHRANK

Ein wertvoller Tipp für die Zukunft: Je öfter Sie am Ordnungssystem Ihres Kleiderschranks arbeiten, desto weniger Zeit wird erneutes Aufräumen in Anspruch nehmen. Gehen Sie Ihren Kleiderschrank einmal im Monat durch und führen Sie eine kurze Auffrischung durch. Vielleicht haben Sie bei der ersten Neuorganisation doch zu wenig Teile aussortiert. Stellen Sie sich nach ein paar Wochen die gleichen Fragen und entscheiden Sie, ob ein Teil im Schrank bleiben sollte oder nicht. Und wenn Sie das nächste Mal ein wichtiges Kleidungsstück nicht finden können, ist das ein gutes Zeichen, dass Sie Ihren Kleiderschrank wieder mal aufräumen müssen.